P35 Wanderwichtel im Bachgau unterwegs
Kleine freundliche Wesen, die den Menschen helfen und Freude bereiten: Das sind die sagenhaften Wichtel. Am Sonntag, dem 08. Februar 2026, hatten die Zimmerer OWK-Wanderer Gelegenheit, einige dieser im Schaafheimer Wald versteckt wohnenden Fabelwesen kennenzulernen. Sie leben dort am Rande eines Rundwegs in Baumhöhlen und Häuschen aus Rinde und wollen entdeckt werden. Das macht auch „älteren Kindernˮ Spaß, aber die Sympathie mit den kleinen Kerlen hatte ihre Grenzen: Immer versteckt im Wald - das ist nichts für richtige Wanderer.
Und deshalb ging es dann auch schnell an der Schaafheimer Kirche vorbei hinaus ins freie Feld und hoch auf den mittelalterlichen Wartturm, von dem aus früher die Bachgauer Landwehr beobachtet wurde, die übrigens auch heute noch die Grenze zwischen Hessen und Bayern bildet. Die Fernsicht an diesem Sonntagmorgen war allerdings nicht so berauschend, denn der frühe Nebel hatte sich noch nicht ganz gelichtet.
Dann ging es bergab nach Mosbach und das angrenzende Wenigumstadt. Die dortige Vierzehn-Nothelfer-Kapelle erinnert an das Schicksal der Wallonen, die das entvölkerte Dorf nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder aufbauten.
Dann folgte die schönste Etappe der Wanderung, nämlich der Fußweg auf der ehemaligen Bahnstrecke von Aschaffenburg nach Höchst. Über eine Sandsteinbrücke und viele Dämme und Einschnitte ging es bis kurz vor Pflaumheim. Dann auf grasigen Feldwegen ein letzter Anstieg hinauf zur Anna-Kapelle. Vom höchsten Punkt der Großostheimer Gemarkung aus bot sich bei inzwischen klarer Sicht ein herrlicher Panoramablick auf den Bachgau und den Spessart.
Nach einer letzten Rast in der Kapelle folgte dann der Abstieg nach Großostheim und im griechischen Restaurant „Meteoraˮ am Marktplatz ließen sich die Wanderfreunde zum Schluss mit mediterranen Speisen und Getränken verwöhnen. Da die Gruppen früher als geplant eintrafen und die Restaurantküche sehr flott arbeitete, blieb sogar noch Zeit für einen Besuch des Bachgau-Museums, bevor im Winzenhöler-Bus die Heimfahrt angetreten wurde.
Da auch diesmal wieder in drei Gruppen (10, 14 und 16 km) gelaufen wurde, fühlte sich niemand über- oder unterfordert und alle konnten die Freude an der Bewegung in freier Natur ungetrübt genießen. Auch die nächste Wanderung am 8. März wird so gestaltet werden. Ziel sind dann die Wälder rund um Wembach und Hahn ganz in unserer Nähe: siehe im Wanderplan 2026
Text: Helmut Kriha
Fotos: H-J. Badior/N. Kaiser/ M. Höfs
zum Schluss herrlicher Blick auf den Bachgau von der St. Anna-Kapelle aus
Die Wandergruppe der Langstreckleram Wartturm
Die Wandergruppe der Langstrecke und der Mittelstrecke begegnen sich am Viadukt
Die Wandergruppe der Kurzstrecke an der Alt-Heilig-Kreuz-Kapelle
Die Wandergruppe der Mittelstreckler
Wandergruppe Mittel- und Langstrecke treffen sich an der St.. Anna-Kapelle
alle Wandergruppen vor dem Bachgaumuseum in Großostheim